Die erste Begegnung mit Yoga hatte ich als 12‑jähriges Mädchen, als ich aus dem Bücherschrank meiner Mutter ein Yoga‑Buch aus den 70er‑Jahren zog. Fasziniert von den Posen turnte ich nacheinander alle „Übungen“ durch und entdeckte auch gleich meine Lieblingsstellungen.
Meine Körper‑ und Bewegungsbegeisterung hat mich beruflich geführt, und so verwirkliche ich diese Leidenschaft als Physiotherapeutin und Osteopathin am Menschen. Zugleich hat mich die Suche nach einer tieferen Wahrheit über die körperliche und materielle Welt hinaus schon als Jugendliche beschäftigt. In religiösen und nicht‑religiösen Praktiken war es immer wieder die Meditation, die mir auf dem Weg zu mehr innerer Ruhe, zur Selbstverbundenheit und zur Anbindung an ein höheres Bewusstsein geholfen hat.
Ich sammelte Erfahrung z. B. in Vipassana‑Seminaren oder in mehrwöchigen Schweigeseminaren im Zen‑Kloster. Neun bewegende Jahre lang war ich engagierte Schülerin an der Deutschen Akademie für Traditionelles Yoga und durfte hier tief eintauchen in die spirituelle Yoga‑Praxis.
Yoga war für mich all die Jahre ein Schatz – etwas, das sich immer wie ein Teil von mir anfühlte. Der Wunsch, etwas davon weiterzugeben und es im Teilen größer werden zu lassen, regte sich erst leise. Dass Lehren ein Teil der Praxis sein kann, erschloss sich mir während der Ausbildung bei Heike. 2025/26 absolvierte ich die Basic‑Yogalehrer‑Ausbildung im SunSalute und gebe seitdem Unterricht.
Ohne Schüler gibt es keinen Lehrer. Dankbar für jedes Auge, jedes Ohr, jedes Herz, das während der gemeinsamen Yoga‑Praxis achtsam und geöffnet dabei ist, ist für mich jede Unterrichtsstunde ein Geschenk.